Schwelm, 11.08.2019

Großbrand in historischer Schwelmer Altstadt

Am Samstag wurde um 17:20 Uhr unser Baufachberaterin durch die Leitstelle alarmiert. Es sollte in die historische Altstadt von Schwelm gehen, dort brannten zwei Dachstühle ausgedehnt. Da örtlich das THW  Schwelm zuständig ist, wurde dieses über die LuK Hattingen alarmiert. Angefordert wurde der Zugtrupp und ein Fachberater THW. Baufachberater und Zugtrupp trafen zeitgleich an der Einsatzstelle ein. Der zweite Baufachberater wurde aus dem THW Ortsverband Wanne-Eickel über die Regionalstelle Bochum angefordert.
 
Nach der Lageeinweisung durch den Einsatzleiter wurden die betroffenen Gebäude durch die Baufachberater beurteilt. Das schnelle taktische Vorgehen der Feuerwehr hatte den Erfolg, dass nur zwei Gebäude durch das Feuer beeinträchtigt und ein weiteres durch Löschwasser beschädigt wurde. Die enge Bebauung der historischen Altstadt mit Fachwerkhäusern und der starke Wind waren eine große Herausforderung über den gesamten Einsatz hin.  
 
Bei Eintreffen war bei einem Gebäude eine Giebelwand sowie große Teile des Dachstuhls bereits eingestürzt und abgebrannt, die andere Giebelwand neigte sich. Die Außenwände zeigten erhebliche Überlastungen, ein Betreten war nicht mehr möglich. Das andere durch das Feuer betroffene Gebäude wurde ebenfalls erheblich beschädigt, auch hier bestand Einsturzgefahr.  
 
Tragende Fachwerkelemente des hauptsächlich betroffenen Gebäudes waren durch Abbrand und Auflast stark geschwächt und gaben nach. Der Rähm (oberer waagerechter Abschluss der Fachwerkwand) brach und die aufliegende Deckenkonstruktion durchstieß Teile der Außenwand. Schwelle, Holzständer, Streben und Riegel wurden durchbrochen. Deckenteile drückten nun auf die noch verbliebenen Außenwandteile. Hier musste jetzt, zum Schutz der bisher geretteten Gebäude, der weitere unkontrolliert Einsturz verhindert werden. Man entschied sich zur sichersten Variante, den kontrollierten Abriss. Dafür wurde einen Schotterweg über Gärten zum einstürzenden Gebäude gebaut, da für große Baumaschinen die Bebauung in der Altstadt zu eng war. Über diese Zuwegung konnte das Gebäude mit einem Greifer gezielt abgetragen und weitere Brandnester gelöscht werden. Zur Absicherung der Abrissarbeiten, die durch eine Spezialfirma vorgenommen wurden, wurde der Teleskoplader des THW Wuppertal eingesetzt. Das Ausleuchten der Einsatzstelle übernahm das THW Schwelm. Im Verlauf des Einsatzes erfolgt ein Kräftewechsel und die Baufachberater wurden durch Kräfte aus dem THW Arnsberg und THW Wermelskirchen ausgetauscht.
 
Am Montagfrüh endete der Einsatz für das THW.  Unser Dank für die gute Zusammenarbeit, geht an alle Einsatzkräfte und beteiligte Organisationen.


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